Georg Dick
18. September bis 30. November 2008
Eröffnung: 18. September 2008, ab 20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung:
2. Oktober 2004, 11:00 bis 14:00 Uhr
ARTYCON Ausstellungsraum
Wilhelmsplatz 2, 63065 Offenbach
Zwiegeboren in der fahlen Bilderwelt
Georg Dick findet Zeichen. Reduzierte Formen und Symbole, die neben dem figürliche Dargestellten über ebendieses hinausweisen, die Bilder auflösen in Sinnbilder, die Dargestelltes verfremden in Gemeintes, Gespürtes und Geahntes.
Doch so klar, wie etwa "die Zeichen von oben" in ihrer Schablonenhaftigkeit dargestellt sind, so wenig hilfreich sind sie dem Betrachter. Was im ersten Moment so eindeutig wirkte, löst sich schleichend auf in entleerte Gestik, in beliebiges Verweisen auf irgendetwas. Das Zeichen wird zur Farce. Nichts bleibt von der anfangs vage vorhandenen Wegleitung, der ersehnten Ordnung und vermuteten Hierarchie, welche die Strenge und Konsequenz der zeigenden Finger versprachen.
Nahezu alle Bildsituationen der Arbeiten Dicks bergen eine ungeheure Labilität. Bei aller gekonnt gesetzten Harmonie der Formen und Farben bleibt dieser große Rest an Unsicherheit, an Alleinsein, an Bürde, von der sich zu lösen den Figuren kaum gelingt.
(Tilo Richter, aus: Georg Dick, Genesis, Februar 2003)